Ängste, Panik und Phobien auflösen

Müssen Ängste sein? Es gibt eine Angst, die ist gut für uns, denn sie rettet uns aus bedrohlichen Situationen. Dabei wird Adrenalin ausgeschüttet, damit wir sofort sehr viel Energie in den Muskeln zur Verfügung haben, um zu fliehen oder uns verteidigen zu können.

Andere Ängste können uns die Lebensqualität rauben, wenn z.B. immer wieder aus heiterem Himmel Panik aufkommt, oder wenn Ängste in bestimmten, vorhersehbaren Situationen regelmässig auftreten, z.B. immer wenn es eng ist, oder auf weiten Plätzen oder Reisen, oder vor Tieren, die harmlos sind, wie z.B. Spinnen. Der Verstand kann noch so überzeugt sein, dass nichts geschehen kann, man fühlt sich in solchen Situationen wie ferngesteuert, ausgeliefert.

In der klassischen Psychotherapie, der Verhaltenstherapie, wird Ängsten mit Entspannungsübungen begegnet, z.B. das Muskelentspannungsverfahren nach Jacobson, oder das Autogene Training nach Schultz. Zusätzlich wird bei Phobien der Klient der Situation ausgeliefert, dabei soll er lernen, dass nach 15 - 30 Minuten die Angst nachlässt, denn das Adrenalin ist aufgebraucht. Aus körperlicher Sicht ist das schlüssig, aus seelischer Sicht jedoch nicht, denn es löst nicht das Problem: was ist der Auslöser, die Ursache für die Angst?

Hier ist sowohl die moderne therapeutische als auch die trancelose (modernste) Hypnose hilfreich. Auslöser können so gefunden werden und die Verbindung zwischen Auslöser und der Angst getrennt werden. Ängste können so Schritt für Schritt losgelassen werden, bis sie im besten Fall vollständig verschwinden.

Beständige Ängste & Sorgen

Es gehörte mal zum guten Ton, sich wegen jedem und allem Sorgen zu machen. Machte man sich keine Sorgen, dann wurde man als nicht fürsorglich genug gesehen. Oder es gab mal eine Angst vor etwas, die sich dann verselbstständigte, Beispiel: Jemand bekam Angst beim Autofahren, und die verallgemeinerte sich, so dass nun auch Angst besteht, in einem öffentlichen Bus, ja in einem Zug zu fahren. Es beseht dann ein andauerndes Gefühl von Ängstlichkeit, die durchaus zu Rückzug vom Leben, eingeschränktem Freundeskreis und eingeschränktem Bewegungsradius führen kann.

Diese Ängste wie auch alle nachfolgenden lassen sich durch Hypnose und begleitende Therapiewerkzeuge gut behandeln, so dass Lebensfreude und gesteigerte Agilität wieder erlebt werden können. Sind die Ängste schon lange Teil des Lebens, kann Linderung (in manchen Fällen Normalität) erreicht werden, die als sehr angenehm empfunden wird, und oft kann auf ärztliches Anraten auf Medikamente verzichtet werden.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 8.

Panikattacken & Panikstörungen

Eine Panikattacke trifft den Betroffenen wie aus heiterem Himmel wie ein Blitz, ohne erkennbare Ursache. Meist ist die Attacke nach wenigen Minuten vorbei, kann aber auch länger anhalten. Die Situation wird als lebensbedrohlich und bar jeder Kontrollmöglichkeit erlebt. Dadurch, dass die Panikattacken so urplötzlich auftreten, entwickelt sich eine Angst vor der Angst, die das Auslösen von Panikattacken begünstigt. Deshalb wird hier zunächst die Angst vor der Angst bearbeitet, dann die Situation (bei Panikattacken) oder Situationen (bei Panikstörungen), bei denen Panik aufgetreten ist und weitere seelische Hintergründe.

Panikattacken und Panikstörungen lassen sich sehr gut behandeln.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 2 bei Panikattacken, bis zu 8 bei Panikstörungen.

Angst vor der Angst

Die Angst vor der Angst tritt im Allgemeinen im Rahmen von Panikattacken oder Panikstörungen auf. Es ist die Angst davor, dass aus heiterem Himmel wieder eine Panikattacke kommen könnte. Man fürchtet, der Angst wieder hilflos ausgeliefert zu sein. Da die Abwehr dessen, was man fürchtet, dazu führt, dass genau das eintritt, was man befürchtet, agiert die Angst vor der Angst wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Man verliert das Vertrauen in seine Stärken und seinen Körper.

Angst vor der Angst ist gut behandelbar und gehört zum Standardprogramm einer Behandlung wegen Panikattacken oder wegen einer Panikstörung. Voraussetzung ist, dass man sich während der Behandlung gut auf seine Ängste einlassen kann.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 8.

Phobien (Ängste vor etwas Spezifischem)

Phobien sind isolierte Ängste, die durch bestimmte Situationen oder Reize ausgelöst werden. Der Betroffene versucht solche Situationen zu vermeiden, was nicht immer gelingen kann, z.B. wenn Prüfungen abgelegt werden müssen oder wenn aus beruflichen Gründen bestimmte Situationen nicht vermeidbar sind, z.B. als Postbote wird man sich auch Hunden stellen müssen. Phobien können deshalb die Lebensqualität erheblich einschränken.

Beispiele typischer Phobien sind die:

  • Angst alleine zu schlafen oder ausserhalb des häuslichen Bereichs
  • Flugangst (oft auch in Verbindung mit Raumangst, oder Angst zu Sterben)
  • Spinnenangst
  • Angst vor Hunden
  • Prüfungsangst
  • Raumangst (Angst vor engen Räumen, in Menschenmengen, im Gedränge, in Aufzügen)
  • Höhenangst
  • Zahnarztangst (vor Spritzen, dem Geräusch, der Injektion, dem Geruch)

Die vorgenannten Phobien lassen sich sehr gut behandeln, vorausgesetzt, dass keine weitere Phobie vorliegt. Die vorgenannten Phobien können auch im Rahmen einer Agoraphobie oder einer sozialen Phobie auftreten. Dann erweitert sich die Anzahl der Sitzungen entsprechend.

Voraussichtliche Anzahl der Sitzungen 1 - 2.

Tiefgreifendere Phobien sind:

  • Soziale Phobie (Angst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen)
  • Mobbing (Soziale Phobie)
  • Agoraphobie (Angst auf grossen Plätzen, auch Angst davor, alleine zu Reisen)

Die vorgenannten Phobien lassen sich gut behandeln, eine Ausnahme ist die Agoraphobie, wenn der Auslöser nicht gefunden werden kann. Die Agoraphobie zeigt sich oft in Begleitung mit einer Panikstörung. Dann erweitert sich die Anzahl der Sitzungen u.U.. Förderlich ist eine gute Suggestibilität.

Voraussichtliche Anzahl der Behandlungen 3 - 10.