Belastungen auflösen

Belastungen erlebt jeder im laufe seines Lebens, und mancher ist anfälliger für Lebensereignisse als Andere. Oftmals liegt eine Vorbelastung vor, die selbst bei einem Ereignis, das in unserer Gesellschaft als normal gilt, eine Überreaktion hervorruft. Oftmals fühlen sich Betroffene in diesem Augenblick in ihrer Existenz oder ihres Lebens bedroht, oder erleben eine tiefe Verunsicherung, Hilflosigkeit und Ohnmacht, die sie nicht mehr loslässt und an ihrer inneren, mentalen Stärke zweifeln lässt.

Hier ist sowohl die moderne therapeutische und besonders die trancelose (modernste) Hypnose hilfreich. Auslöser können so bearbeitet und die Verbindung zwischen Auslöser und der Belastung getrennt werden. Belastungen verlieren ihre Macht und können so Schritt für Schritt losgelassen werden, bis sie im besten Fall vollständig verschwinden.

Förderlich ist eine gute Suggestibilität.

Depressionen aufgrund von Ängsten und Belastungen

Gut behandelbar sind Depressionen oder depressive Verstimmungen aufgrund von Ängsten und Belastungen. Eine Auswahl von Belastungen werden nach dem Menüpunkt „Zwangsstörungen“ besprochen. Eine Depression oder depressive Verstimmung ist durch anhaltende Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Freudlosigkeit, melancholische Grundstimmung und Schlafstörungen gekennzeichnet. Selbst bei der leichten Depression kommt der Betroffene nur schwer aus dem Bett und kann seinen täglichen Verrichtungen und seinen Verpflichtungen nur schwer nachkommen. In plagen Durchschlafstörungen und oft ein Morgentief. Es können auch körperliche Symptome wie rascher Gewichtsverlust auftreten.

Manche Betroffene bekommen ausschließlich Medikamente, die aber das Problem nicht lösen: Was ist der Hintergrund der depressiven Episode? Eine Depression nur mit Medikamenten zu behandeln, führt nicht zum Ziel. Definitionsgemäß soll ein Antidepressivum die Therapiefähigkeit des Betroffenen herstellen, dafür ist es ein Segen.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 5 - 10.

Schlafstörungen aufgrund von Ängsten und Belastungen

Gut behandelbar sind Schlafstörungen aufgrund von Ängsten und Belastungen. Eine Auswahl von Belastungen werden nach dem Menüpunkt „Zwangsstörungen“ besprochen. Die Hintergründe einer Schlafstörung können weit in die Kindheit zurückreichen. Die dort erlebten Belastungen oder Ängste können für einige 10 Jahre verdeckt weiterschwelen und verlangen, wie aus heiterem Himmel, nach Auflösung. Im Schlaf ist unser natürlicher Verdrängungsmechanismus etwas gelockert, und das, was uns am Tage unbeeindruckt lässt, drängt sich im Schlaf oder bei entsprechender Ruhe in unser Bewusstsein als Unruhe oder Angst, ohne dass der Betroffene erkennt, was die Ursache ist.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 8.

Zwansstörungen

Bei Zwangsstörungen ist Linderung möglich, Heilung jedoch nur nur bei erheblichem eigenem Engagement des Betroffenen. Geht man Zwangshandlungen nicht nach, entsteht eine große Unruhe bis Angst. Dadurch, dass dem Zwang nachgegeben wird, verfestigt sich die Angst oder Unruhe im Gehirn, das leider nicht zurückschaltet. Nur durch die Zwangshandlung erfährt es Erleichterung, die aber immer kürzer anhält. Deshalb muss die Handlung, sei es Händewaschen, Beten oder eine beliebige andere Handlung immer wieder, oftmals in einer genau festgelegten Reihenfolge, und immer öfter durchgeführt werden. Die psychische, physische Belastung für den Betroffenen ist enorm. Die Belastung für die soziale Umgebung nicht gering.

Nichts tun geht nicht, und der Zwang fordert die Handlung. Eine unterstützende Maßnahme, die durch Dr. Jeffrey M. Schwartz (Psychiater und Forscher an der School of Medicine der University of California, Los Angeles) erarbeitet wurde, umfasst folgende Aspekte: Einmal eine Distanzierung dergestalt „Ja, in der Tat, ich habe gerade ein Problem. Doch es handelt sich dabei nicht um [das Problem], sondern um meine Zwangsstörung. Ich bin es nicht, es ist der Zwang“. Dann soll nicht die Handlung oder der Glauben im Mittelpunkt stehen, sondern das Gefühl. Dem Zwang wird durch eine Ersatzhandlung ausgewichen, die Spass macht, z.B. Gartenarbeit oder ein Hobby. Statt Händewaschen wird dann etwas gebastelt, oder wenn es im beruflichen Umfeld ist, geht man ein paar Stockwerke oder macht etwas anderes. Hier ist die Kreativität des Betroffenen gefordert, sich Ersatzhandlungen auszudenken und diese zunehmend auszuführen. Dadurch wird erreicht, dass sich die entsprechenden Bahnen im Gehirn aufgrund seiner Neuroplastizität zurückbilden, da das Handlungsschema verändert wird. Deshalb erfordert es seitens des Betroffenen mehr Engagement als bei jedem anderen Thema.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 5 - 10+. Über diese Anzahl hinaus wird es immer wieder nötig sein, bis zur Genesung in längeren Abständen einige Sitzungen zu nehmen.

Anpassungsstörungen aufgrund seelischen Krisen

Anpassungsstörungen sind im allgemeinen gut behandelbar. Sie können nach entscheidenden Lebensveränderungen, belastenden Lebensereignissen auftreten oder auch bei schweren körperlichen Erkrankungen. Sie erscheinen als Zustände erlebten Leids und gefühlsmäßiger Beeinträchtigung.

Glücklicherweise ist nicht jeder betroffen, der eine Lebenskrise erlebt. Oft ist man stabil geblieben und dann bringt etwas das Fass zum Überlauf, was ein Anderer einfach wegsteckt.

Die erlebten Belastungen können sowohl das engere soziale Umfeld umfassen, z.B. Trennungserlebnis oder ein Trauerfall, als auch weitere soziale Aspekte wie z.B. Flucht, Verlust der Heimat oder Emigration, Beendigung einer Liebesbeziehung, Mobbing. Ebenso können mehrere Belastungen auf einmal Auslöser sein wie z.B. erhebliche Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und gleichzeitig in der Ehe.

Die Belastungen können sowohl wiederkehrend als auch fortdauernd sein und im Zusammenhang mit spezifischen Lebensphasen stehen (z. B. Schulbeginn, Verlassen des Elternhauses, Heirat, Elternschaft, Nichterreichen beruflicher Ziele, Pensionierung).

Die Anpassungsstörung kann mit kurzen oder länger anhaltenden depressiven Phasen ihren Ausdruck finden, kann mit Angst gemischt sein, oder mit Störungen anderer Gefühle oder verändertem Sozialverhalten. Man versteht sich selber nicht und auch das Umfeld versteht einen nicht, möglicherweise bleiben selbst Ärzte voller Unverständnis für das Leiden des Betroffenen.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 10.

Belastungsstörungen aufgrund traumatischer Erfahrungen

Belastungsstörungen werden mit Anpassungsstörungen in einem Atemzug genannt und sind wie diese gut behandelbar. Die Belastungen werden noch intensiver erlebt und die Betroffenen durchdenken oder reinszenieren das Ereignis immer wieder. Das auslösende Erlebnis wird so noch dramatischer erlebt, man erfährt sich immer mehr als diesem Ereignis ausgeliefert, hilflos und ohnmächtig. Die Belastung kann einmal aufgetreten sein oder sich immer wiederholen. Auch hier ist wieder die individuelle Anfälligkeit, dieses Ereignis nicht schultern zu können, Auslöser der Krise.

Belastungen werden klassifiziert als:

  • Akut: Nach einem anfänglichen Zustand der „Betäubung“ werden Depression, Angst, Ärger, Verzweiflung, Überaktivität als auch Rückzug beobachtet. Die Symptome sind zumeist rasch rücklaufend, wenn man sich aus der belastenden Situation rasch entfernen konnte.
  • Chronisch: Wird die Belastung nicht verarbeitet und stehen keine Bewältigungsstrategien zur Verfügung, können die Auswirkungen chronifizieren und die Betroffenen können eine andauernde Persönlichkeitsveränderung erleiden mit oftmals sozialem Rückzug.
  • Posttraumatisch: Zunächst erscheint es so, als ob die Betroffenen eine akute Belastung gut weggesteckt haben. Jedoch kann nach Wochen oder Monaten der Schrecken in der Psyche seine Aufarbeitung fordern. Ein- oder Durchschlafstörungen, vegetative Übererregtheit, Reizbarkeit, Wutausbrüche, schreckhafte Aufmerksamkeitssteigerung und Angst, Flashbacks aber auch Konzentrationsstörungen und Erinnerungslücken, Emotionale Stumpfheit, Teilnahmslosigkeit, Freudlosigkeit und Depression bis hin zu Suizidgedanken sind ebenfalls charakteristisch für Posttraumatische Belastungsstörungen.

Sobald die Betroffenen das oder die Ereignisse verarbeitet haben, erscheinen sie zwar noch als erlebt, aber so distanziert, als ob ein Roman über sich gelesen würde.

Voraussichtliche Anzahl der Behandlungen 3 - 10.