Seelisch-körperliche Leiden auflösen

Seelisch-körperliche (psycho-somatische) Leiden bezeichnen körperliche Befindlichkeiten ohne organischen Befund oder genetischer Voraussetzung. Die Psyche ist in der Lage, uns körperliche Empfindungen zu erschaffen, ohne dass das entsprechende Organ oder der körperliche Bereich tatsächlich krank sind. Viele Arztbesuche sind oft der Fall, ohne dass etwas gefunden wird, oft verbunden mit einem Vertrauensverlust in die medizinische Kompetenz. Tatsächlich steckt hinter so einem Leiden eine Leidensgeschichte. Ein Beispiel: Der Vater eines Betroffenen verstarb plötzlich an einem Herzinfarkt, der daraufhin aus Angst, genauso schnell zu sterben, subjektiv Herzbeschwerden bekommt, die ein Arzt nicht bestätigen kann. Diese Angst ist der Auslöser, und sobald die Umstände des Todes des Vaters als auch die Angst behandelt werden, kann der Betroffene genesen.

Genauso können körperliche Entstellung zu starken psychischen Belastungen führen. Es ist immer ein geschlossener Kreis: die Psyche wirkt auf den Körper, und subjektive wie objektive körperliche Befindlichkeiten wirken auf die Psyche zurück. Dieser Kreis lässt sich aufbrechen.

Der Körper ist das Armaturenbrett der Seele. Die Seele ist nur über den Körper und Gefühle in der Lage, uns ihr Missbehagen mitzuteilen. Die Psyche ist aufgrund ihrer überbordenden Kreativität leider in der Lage, uns jedwede Illusion oder Halluzination zu erschaffen, weshalb es wirklich nicht einfach ist, sie von einem wirklichen Geschehen zu unterscheiden. Deshalb ist die gute Nachricht, dass die Betroffenen nicht wirklich krank sind, und das betreffende Organ häufig nicht wirklich geschädigt, denn es ist gesund.

Hier ist sowohl die moderne therapeutische als auch die trancelose (modernste) Hypnose hilfreich. Auslöser können so gefunden werden und die Verbindung zwischen Auslöser und den Ängsten und Belastungen können getrennt werden, bis sie im besten Fall vollständig verschwinden.

Essstörungen

Erklärung: Anorexia nervosa = Magersucht, Bulimia nervosa = Fress-Kotz Sucht, Binge Eating = Fress-Sucht ohne Erbrechen.

Essstörungen sind überwiegend aber nicht ausschließlich Themen, die Frauen betreffen. Sie gehen mit der Ablehnung des eigenen Körpers einher, der als unförmig oder zu dick empfunden wird.

Essstörungen sind in Ländern, wo Körperfülle kein Makel ist, nahezu unbekannt. Frauen mit Körperfülle bewegen sich dort wie Mannequins und schämen sich ihrer Fülle glücklicherweise nicht. Fehlgeleitetes Körperbewusstsein ist ein Problem westlich geprägter Gesellschaften, in denen weit unter 20-jährige Modells auf 35 geschminkt werden und deren Ideale niemals, nicht einmal von der schönsten Frau der Welt, erfüllt werden können, dank der Manipulation durch Bildbearbeitungsprogrammen.

Wie schon immer wieder geschrieben, ist die Psyche in der Lage, die eigene Körperwahrnehmung wie auch Gefühle so zu verfälschen, dass z.B. Magersüchtige, trotz Aussehens wie Biaffra-Kinder, sich immer noch als zu dick empfinden, obwohl die Waage nach vernünftigen Erwägungen etwas anderes anzeigt.

Mädchen und (junge) Frauen, die unter Anorexia nervosa leiden, leiden im allgemeinen nicht, sie haben keinen Leidensdruck. Sie sind in der Schule gut, besonders in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik oder Physik, sie sind sportlich sehr gut. Sie lehnen ihren Frauenkörper ab, und erreichen durch den Gewichtsverlust, dass die Menstruation ausbleibt. Sie bewahren sich einen knabenhaften Körper. Ist der Auslöser der Anorexie ein bekanntes seelisches Thema wie ein erlebter Übergriff oder Missbrauch, lässt sich dies per Hypnose und anderen Therapieverfahren gut behandeln. In allen anderen Fällen, wo kein erkennbarer Leidensdruck auftritt, bleibt leider nur die Klinik.

Mädchen und (junge) Frauen, die unter Bulimia nervosa leiden, haben einen hohen Leidensdruck. Sie sind nicht Unter-, sondern Normalgewichtig. Durch die heftigen Essattacken und das anschließende Erbrechen bringen sie ihre Körperchemie so durcheinander, dass alles darunter leidet, bis hin zu Zahnfäule aufgrund des häufigen Kontakts mit Magensäure. Bulimie-Betroffene beschäftigen sich ebenfalls verstärkt mit dem Körpergewicht, obwohl sie keinerlei Anlass dazu hätten. Hier kann man das treibende Gefühl gut behandeln, das zu den Essanfällen führt, und das Kreisen der Gedanken bezüglich des Körpergewichts.

Menschen, die unter der Binge Eating leiden, schlingen Unmengen an Nahrung in sehr kurzer Zeit in sich hinein, ohne Erbrechen. Ob sie wirklich leiden, ist manchmal nicht ergründbar. Sie haben wirklich Körperfülle. Auch hier kann das treibende Gefühl, Essen zu müssen, behandelt werden. Sind Betroffene für Hypnose sehr gut geeignet, kann an Belastungen gut gearbeitet werden.

Von Vorteil ist eine hohe Suggestibilität, Kooperationsbereitschaft und Willensstärke der Betroffenen, wenn die Behandlung erfolgreich sein soll. Die Aussichten sind im Einzelfall durchaus gut, im Allgemeinen aber wenig optimistisch.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 10+.

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen fallen in zwei Kategorien:

  • psychisch bedingte körperliche Erkrankungen (z.B. Fersensporn)
  • psychische Störungen aufgrund von körperlichen Erkrankungen (z.B. Ablehnung wegen körperlicher Entstellung)

Seelische Belastungen, die unerkannt fortdauern, können körperliche Erkrankungen hervorrufen. Ist der seelische Konflikt gelöst, kann Heilung bis hin zur vollständigen Remission eintreten. Ebenso können körperliche Entstellungen, Organverlust oder Implantate wie Herzschrittmacher, seelische Belastungen mit Ängsten bis zu Depressionen auslösen. In der Therapie wird deshalb daran gearbeitet, die Situation so anzunehmen, wie sie ist, Ängste und Depression aufzulösen, sodass wieder Lebensfreude und Lebenswille genossen werden kann.

Von Vorteil ist eine hohe Kooperationsbereitschaft und Willensstärke des Betroffenen, wenn die Behandlung erfolgreich sein soll.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 3 - 8.

Somatisierungsstörungen

Betroffene erleben mehrfache, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome. Sie haben mehrjährige Erfahrung mit Arztbesuchen, die keinerlei Erklärung bieten für das Erleben. Sie erleben Untersuchungen, wo selbst von Spezialisten kein Befund gefunden wird, wie auch ergebnislose Operationen. Irgendwann werden sie zum Psychiater überwiesen oder zur Psychotherapie. Sie erleben das als Stigma, dass sie verrückt seien. Natürlich sind sie nicht verrückt und die Befindlichkeiten werden wirklich erlebt.

Jedoch ist noch immer nicht Allgemeingut, dass die Psyche in der Lage ist, jedwede Illusion, auch von Krankheiten, zu erschaffen. Sie möchte auf ein seelisches Thema hinweisen, das sich danach sehnt, endlich aufgelöst zu werden.

Es ergeht Betroffenen ähnlich wie jenen, die eine somatoforme funktionale Funktionsstörung erleben, nur dass sich hier die Beschwerden auf jedes Körperteil beziehen können, z.B.: Schmerz, Aufstoßen, Erbrechen, Übelkeit, oder Jucken, Brennen, Taubheitsgefühle oder Wundsein oder Hautausschlag, auch sind sexuelle oder menstruale Störungen möglich. Dazu gesellen sich noch Depression oder Ängste. Sie leiden unter Umständen an Störungen in Beziehungen, in der Familie u.s.w..

Die Befindlichkeiten lassen sich mit Hypnose mit und ohne Trance gut behandeln, sobald der Betroffene die Idee akzeptieren kann, dass er objektiv wirklich gesund ist, und dass in der Psyche nur eine Angst kreist, an etwas schlimmem erkrankt zu sein, die beliebige Symptome erschafft.

Von Vorteil ist eine hohe Kooperationsbereitschaft und Willensstärke des Betroffenen, wenn die Behandlung erfolgreich sein soll.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 8.

somatoforme autonome Funktionsstörung

Erklärung: somatoform = körperlich; autonom = nicht willentlich zu beeinflussen; Funktion: z.B. Herz etc.

Kennzeichen sind anhaltende und störende Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern oder Erröten. Dazu gesellen sich subjektive Empfindungen bezogen auf bestimmte Organe, wie z.B. Herz, Magen, Darm, der Atmungsorgane oder der Genitalien. Das quälende daran ist, dass ärztlicherseits organische Befunde, die die Symptome stützen, nicht gefunden werden. Halten diese Störungen sehr lange an und werden psychisch nicht behandelt, kann das verdächtigte Organ tatsächlich erkranken, bis es objektive Befunde zeigt. Die Psyche ist leider dazu in der Lage, Krankheiten zu erfinden, aber glücklicherweise oft in der Lage, diese Erfindung aufzugeben.

Leider recherchieren Betroffene im Internet alles über die von ihnen befürchtete Krankheit, wissen alles darüber und hören daraufhin im wahrsten Sinne die Flöhe husten. Jedes noch so schwache Auftreten eines Symptoms, das bei jedem Menschen dieser Welt im Laufe des Lebens immer wieder auftreten kann und wird, wird als Bestätigung der Krankheit angesehen. Vergessen wird dabei, dass diese Befindlichkeiten für den Körper aufgrund der seit Jahrmillionen erprobten Robustheit keinerlei Bedeutung hat. Die jedoch von der Psyche erschaffenen Ängste und Belastungen verleiden die Freude und Unbeschwertheit am Leben erheblich.

Bereiche somatoformer (körperlicher) autonomer Funktionsstörungen:

  • Herz- und Kreislaufsystem
  • oberes Verdauungssystem
  • unteres Verdauungssystem
  • Atmungssystem
  • urogenitales System
  • andere oder mehrere organische Systeme

Die Befindlichkeiten lassen sich mit Hypnose mit und ohne Trance gut behandeln, sobald der Betroffene die Idee akzeptieren kann, dass er objektiv organisch wirklich gesund ist, und dass in der Psyche nur eine Angst kreist, an etwas schlimmem erkrankt zu sein, die die passenden Symptome erschafft.

Von Vorteil ist eine hohe Kooperationsbereitschaft und Willensstärke des Betroffenen, wenn die Behandlung erfolgreich sein soll.

Voraussichtliche Anzahl der Behandlungen 4 - 8.

anhaltende Schmerzstörung

Das Symptom der anhaltenden Schmerzstörung sind starke körperliche Schmerzen, verbunden mit muskulärer Verspannung, die sich z.B. an Händen arthritisch anfühlen können. Die Betroffenen haben einen langen Leidensweg, und weder Ärzte noch Massagen etc. können die Leiden nachhaltig lindern.

Oft hatten die Betroffenen eine emotional harte Kindheit. Ein Elternteil war zumeist emotional nicht zugänglich, verlangte hohe Leistung, schlug seine Kinder und ist oder war sehr konfliktliebend. Der andere Elternteil war oder ist der häuslichen Gewalt nicht gewachsen und zog sich emotional ebenso zurück, nahm sein Kind nicht in Schutz sondern beschimpfte es vielleicht noch und redetet ihm ein, selber schuld an der Misere zu sein, ja sogar Ursache der Spannung z.B. in der Ehe. In Folge verschloss sich die Psyche des Kindes soweit, dass Emotionen nur noch dosiert zugelassen werden bis gar nicht mehr. Nur noch der Schmerz blieb als trauriger Ausdruck der Seele übrig, um sich bemerkbar zu machen und nach Erlösung zu betteln. Und unterschwellig wüten Hass, Wut oder Groll.

Die emotionale Abgeschiedenheit und der Schmerz belastet ebenso Beziehungen, die nicht befreit und tief erlebt werden.

Die Belastungen und Erlebnisse müssen Stück für Stück aufgearbeitet werden, die Schmerzreduktion stellt sich langsam ein, es erfordert Geduld und Langmut der Betroffenen.

Von Vorteil ist eine hohe Kooperationsbereitschaft und Willensstärke des Betroffenen, wenn die Behandlung erfolgreich sein soll.

Voraussichtliche Anzahl von Behandlungen: 4 - 8.